Planung der Rasenneuansaat

Eine Rasenfläche ist in den meisten Gärten zu finden. Damit tun Sie auch etwas für das Klima. Denn alleine die Fläche von 250m ² gesunden Rasen produziert während der Wachstumsphase Sauerstoff für eine vierköpfige Familie.

Bei Anlage der Rasenfläche sollte bereits vorher überlegt werden, ob evtl. Leitungen für Beleuchtung oder Bewässerung gelegt werden muss. Zudem sollten vorher Wege, Beete, Bäume oder Terrassen etc. bestimmt werden, damit nicht im Nachgang der neue Rasen unnötig belastet wird. 

Ist diese Planung abgeschlossen, erstellen wir für Sie das Grobplanum. Hierbei geht es zunächst darum, die Fläche so zu modellieren, dass es später keine unnötigen Buckel oder Täler gibt. Zudem sind häufig vorzufindende Höhenunterschiede aufgrund des natürlichen Geländeverlaufs oder der baulichen Situation möglichst anzugleichen. Wichtig ist es in dieser Phase für uns, dass Sie in diese Planung mit eingebunden werden und wir verschiedene Alternativen besprechen.

Sollte bei einem Neu-/Umbau mit schweren Maschinen auf der neuen Rasenfläche gefahren sei, ist eine Tiefenlockerung häufig sinnvoll, um mögliche Verdichtungen aufzulösen. Der schonende Umgang mit dem vorgefundenen Boden besitzt eine entscheidende Rolle. Im Idealfall soll ein krümeliger, gut durchlüfteter Boden, der ausreichend Wasser speichert, sich leicht bearbeiten lässt und genügend Nährstoffe speichern und abgegeben kann, entstehen oder vorhanden sein. 

Um diesen Boden zu erhalten, beraten wir Sie gerne auf Basis des vorgefundenen Bodens. So kann es z.B. bei schweren Böden sinnvoll sein, Materialien beizumischen, die die Bindigkeit und Dichte des Bodens verringern und mehr Sauerstoff in den Boden bringen. Ist der Boden zu leicht sollte gesiebter Ton oder Lehmboden eingemischt werden.

Auch eine Gründüngung, bei der der Gründung später eingearbeitet wird, kann äußerst sinnvoll sein. Dieser Gründung kann sich in wenigen Monaten zu Humus abbauen. Ein Humusanteil von 3-5% ist für Gebrauchs- und für Sportrasen anzustreben. Ist Ihnen eine Gründüngung zu arbeitsintensiv, kann dies durch Einbringung von Kompost beschleunigt werden.

Zudem ist der pH-Wert zu beachten, der bei 5,6 bis 7,0 liegen sollte. Die Einbringung und der dementsprechende Bedarf an Hauptnährstoffen sind je nach vorhandenem Boden unterschiedlich. Möglicher Dünger kann mit der Fräse eingearbeitet werden. Wir arbeiten dann häufig mit einer Kreiseleggen-/Walzenkombination. Nach diesem Arbeitsgang diesem Arbeitsgang sind lediglich noch Steine, größer 3cm, und Pflanzen-/Wurzelreste abzusammeln und das Feinplanum ist fertig.

Auch wenn es ein bisschen wider der Natur ist, kann auch eine Maulwurfsperre sinnvoll sein. Die Maulwurfssperre bildet aber nicht nur für den Maulwurf ein unüberwindbares Hindernis. Auch bsw. Regenwürmer kommen durch das Kunststoffgewebe zumeist nicht durch. Sollte der Rasen später doch mal abgeschält werden, hat es das Schälgerät schwer, weil es immer wieder in die Maulwurfssperre käme. Ein Schutz vor Wühlmäusen wird auch nicht gewährleistet, weil diese die Maulwurfssperre zerbeißen können. Ein Kompromiss wäre eine vertikale Maulwurfssperre an den Rändern, welche mindestens 50 cm tief sein sollte und rings umlaufend um die Fläche eingebaut werden muss.

Sind diese Dinge geklärt, kann endlich gesät oder verlegt werden. Die typischen Rasenmischungen setzen sich aus verschiedenen Gräsern zusammen. Je nach Nutzungsanforderung kann hier bei der Wahl der Rasenmischung auf Ihre Bedürfnisse ausgewählt werden. Wir garantieren an dieser Stelle, dass wir nur Qualitätssaatgut verwenden.

Die Entscheidung Aussaat oder Rollrasen muss hierbei durch Sie getroffen werden. Die mittel- und langfristige Qualität Ihres Rasens hängt aber entscheidend von der späteren Rasenpflege ab. Zu Beginn bietet der Rollrasen/Fertigrasen für zwei Jahre einen Vorsprung, weil durch die enge Narbe kaum Unkräuter durchwachsen. Bis zur Nutzung des Rasens braucht es ca. 2-3 Wochen beim Roll-/Fertigrasen und gut 4-6 Wochen bei der Rasensaat. Volle Belastbarkeit ist hier jedoch erst nach ca. 4 Schnitten möglich. Es braucht also  ca. 3 Wochen Geduld beim Rollrasen und 14-16 bei der Rasenansaat. Bezüglich der Kosten gibt es aber doch deutliche Unterschiede. Auch hier beraten wir Sie gerne.

Zeitlich kann eine Raseneinsaat idealerweise bei Keimtemperaturen von 15-25°C erfolgen. Eine Mindesttemperatur von 8°C ist jedoch zur Keimung zwingend erforderlich. Daraus ergibt sich zur Rasenneuansaat ein Zeitfenster von ca. Ende März bis Ende September. Zu keimen beginnt der Rasensamen wenn er feucht wird. Nach ca. 6-10 Tagen sprießen die ersten Keimlinge. Diese dürfen auf gar keinen Fall austrocknen. Es sollte daher je nach Witterung morgens und abends beregnet werden.

Den ersten Rasenschnitt führen Sie nach 4-6 Wochen bei einer Höhe von 8-10 cm durch. Die Schnitthöhe sollte bei 6cm liegen.